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Gefördertes Projekt: ToloMEO

BESCHREIBUNG:

Das Projekt konzentriert sich auf den Einsatz der Software „Tolomeo“, um die Rückverfolgbarkeit von Produkten durch die Schaffung einer Schnittstelle (Bridge) zwischen Tolomeo und der von X3 bereitgestellten internen ERP-Software von DAVE zu ermöglichen. Aus technischer Sicht stellt die Lösung ein echtes X3‑Plug-in dar, das die Funktionen des ERP-Systems erweitert. Auf diese Weise kann die Software auch Kunden angeboten werden, ohne dass Verhandlungen mit dem X3‑Anbieter über die geistigen Eigentumsrechte der Software erforderlich sind.

Die Rückverfolgbarkeit von Produkten ist eine entscheidende Anforderung für Unternehmen wie DAVE, die Systeme für Branchen wie Medizintechnik und Luft- und Raumfahrt entwickeln und produzieren, in denen die Rückverfolgbarkeit nicht nur einen Mehrwert darstellt, sondern eine zwingende gesetzliche oder kundenseitig vorgeschriebene Verpflichtung ist. ERP-Systeme sind nicht immer in der Lage, diesen Aspekt wirksam zu integrieren, und erfordern häufig Anpassungen und Erweiterungen, um produktionsbezogene Software mit administrativen Managementsystemen zu verbinden.

Im Fall von DAVE ist das nachzuverfolgende Produkt besonders komplex, da es selbst als Bestandteil sogenannter „Edge“-Elemente eingesetzt wird – intelligenter Endknoten eines Kommunikationsnetzes, das sich von einem zentralisierten Server bis in die äußerste Peripherie erstreckt, beispielsweise in industriellen Umgebungen. Diese Geräte verfügen daher über eigene Fähigkeiten zur Erfassung und Übertragung von Signalen aus Sensor- und Aktuatorsystemen auf der einen Seite (das Feld) sowie zur Etablierung von Kommunikationsprotokollen zu Servern über die Cloud auf der anderen Seite. Da diese Funktionen durch die Tolomeo-Software realisiert werden und diese zudem über einen „Hardware Manager“ verfügt, der hardwarebezogene Verwaltungsaspekte wie die Kompilierung neuer Module und Feld-Updates übernimmt, ist ihr Einsatz besonders naheliegend, wenn es erforderlich ist, bestimmte Eigenschaften der Leiterkarte (Seriennummer, Software-Release, Hardware-Release usw.) mit den administrativen Daten zu verknüpfen, die das Produktprofil vervollständigen, wie z. B. Bestellcode, Stückliste, fertigungsspezifische Besonderheiten und Testergebnisse.


ZIELE:

Die Projektziele lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Entwicklung innovativer technologischer Lösungen für den Designprozess, einschließlich Konzeptentwicklung, Entwurf und Realisierung von Embedded-Produkten, unter Berücksichtigung der elektrischen, mechanischen, thermischen und zertifizierungsrelevanten Integration.
  • Entwicklung innovativer technologischer Lösungen zur Steuerung der Produktion und zur Sicherstellung der Produktrückverfolgbarkeit, auch unter Einsatz von Blockchain-Technologien, zur Verwaltung des After-Sales-Services sowie zur Bereitstellung vollständiger Informationen über die Lieferkette und den Produktlebenszyklus.
  • Ermöglichung der Nachverfolgung von Stücklisten und Software-Revisionen, der Verteilung von Software-Updates aus der Ferne (Over-the-Air-Updates), der Verwaltung von Produktboards unter Beibehaltung der vollständigen Historie usw.
  • Entwicklung innovativer technologischer Lösungen für das Management von IoT- und Industrie‑4.0‑Produkten.

ERWARTETE ERGEBNISSE:

Das Digitalisierungsprojekt wird erhebliche Vorteile in Bezug auf Effizienz, Prozessqualität, Marktchancen und Nachhaltigkeit bringen und einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtwachstum des Unternehmens leisten. Die folgenden wirtschaftlichen und finanziellen Ergebnisse werden erwartet:

  • Steigerung der Produktivität pro Mitarbeiter (definiert als Verhältnis Umsatz/Mitarbeiter) um 95 %
  • Steigerung der operativen Effizienz in Schlüsselabteilungen (Einkauf +140 %, Produktion +80 %)
  • Neue Geschäftsmöglichkeiten mit hohem Potenzial (IoT, digitale Dienstleistungen): Das Unternehmen geht davon aus, dass das durch seine IoT‑Geräte generierte digitale Geschäft innerhalb von fünf Jahren das derzeitige traditionelle Geschäft erreichen kann.
  • Verbesserung der ESG‑Parameter (Environmental, Social, Governance) mit positiven Auswirkungen auf die finanzielle Nachhaltigkeit des Unternehmens. Die Digitalisierung kann einen positiven Beitrag zur ESG‑Dimension leisten, indem sie die ökologische Nachhaltigkeit (z. B. Dematerialisierung), die operative Kontinuität (z. B. Remote-Arbeit) und die Governance durch erhöhte Rückverfolgbarkeit und Compliance verbessert. Zahlreiche Beispiele belegen, dass die Digitalisierung bereits konkret zur erfolgreichen Unternehmensführung beigetragen hat – sowohl aus rein managementbezogener Sicht als auch im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sowie auf die Konformität mit internationalen Zertifizierungsstandards, die teilweise strenger sind als formale Verpflichtungen. Ein besonders aussagekräftiges Beispiel ist die Geschwindigkeit und Agilität, mit der das Unternehmen ein ISO‑13485‑Zertifizierungssystem für Medizinprodukte eingeführt hat, bei dem die Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Bauteils, das in die Produktionskette ein- und ausgeht, zwingend erforderlich ist. Das vollständig digitalisierte Materialmanagementsystem ermöglichte es, dieses Ziel in sehr kurzer Zeit zu erreichen und gleichzeitig eine lückenlose Produktrückverfolgbarkeit sicherzustellen, die insbesondere in der Post‑Sales‑Phase von großem Nutzen ist.

Auch wenn nicht alle Verbesserungen ausschließlich auf die Digitalisierung zurückzuführen sind, stellt sie einen strategischen Faktor dar, der bereits heute von entscheidender Bedeutung ist und künftig einen immer größeren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Unternehmens haben wird.


ZULÄSSIGE AUSGABEN:

€ 181.521,31

GEWÄHRTER ZUSCHUSS:

€ 90.760,66 (davon 40 % EU‑Mittel)